Geeignete Standorte zur Pflanzung von Thuja

Der Lebensbaum (Thuja) ist kein einheimisches Gehölz, er stammt ursprünglich aus Nordamerika und aus Ostasien, wo insgesamt sechs Sorten verbreitet sind. Gut eingewurzelt erweisen sich die Thuja zwar als äußerst pflegeleicht, trotz unterschiedlicher Herkunft stellen die als Solitär- wie auch als Pflanzen sehr beliebten Gewächse jedoch ähnliche Anforderungen an ihre Standorte. Grundsätzlich gilt für Thuja, dass sie als Hecke nicht nur blickdicht sind, sondern durch ihren dichten Wuchs auch einen hervorragenden Windschutz bieten. Sie können durch Pflanzung an der dem Wind zugewandten Seite des Gartens diesen in eine Oase der Windstille verwandeln und im Winter vor zu starker Auskühlung schützen. Grundsätzlich ist für einen nährstoffreichen Boden zu sorgen, da die Thuja besonders im Heckenverbund mit einem Abstand von nur 0,5 m gepflanzt werden und in heftiger Nahrungskonkurrenz stehen.

Alle Thuja-Sorten lieben sehr sonnige Standorte, sind aber auch für einen halbschattigen Standort geeignet. Selbst an schattigen Standorten gedeiht der Lebensbaum zwar bereitwillig, erreicht aber nicht den sonst so typischen dichten Wuchs. Er bildet vielmehr einzelne längere Äste zu einer lockeren Wuchsform aus, was besonders bei Heckenpflanzungen unbefriedigend ist.

Der größte Feind der Thuja ist die Trockenheit, schnell werden einzelne Zweige braun und müssen entfernt werden. Zwar schließt sich die Lücke im Laufe weniger Jahre wieder, dennoch sollten Thuja bei anhaltender trockner Witterung regelmäßig gewässert werden. Dies gilt besonders für die ersten zwei bis drei Jahre nach der Pflanzung. Auch bei langen Trockenperioden im Winter ist eine Wässerung angezeigt, da ein Austrocknen selbst älterer Thuja sogar zum Absterben der ganzen Pflanze führen kann. Nässe vertragen Thuja dagegen ganz hervorragend, bei durchlässigen Böden selbst in Form von Staunässe, da sie an ihren ursprünglichen Standorten in Nordamerika und Ostasien oft an Gewässern und in sumpfigem Gelände zu finden sind.

Auch in Bezug auf die Bodenqualität sind Thuja recht anspruchslos. Am besten gedeihen sie zwar in stark kalkhaltigen und alkalischen Böden, aber auch mit saurem Boden finden sie sich recht gut ab.

An Grundstücksgrenzen ist auf ausreichenden Abstand zu Nachbargrundstücken zu achten, bei Pflanzungen entlang öffentlicher Strassen können Streusalzeinträge Probleme bereiten, hiergegen kann im Winter durch eine leichte Folienabdeckung im Bodenbereich vorgebeugt werden.